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14.06.2013: 1. Beiratstreffen des Forschungsprojektes „Rückkehr der Mühlen“ in den Räumlichkeiten der Stadtforscher (TU Darmstadt I Bleichstr. 2 I S4 13 EG)“

Lehrveranstaltung: „Rückkehr der Mühlen?“ – Geschichte und Zukunft der Kleinwasserkraft

Titel:
Veranstaltungsart:
Turnus: (WS/SS)
Zeit:
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Dozent:
Prüfungsform:
Ansprechpartner:
Erste Vorlesung:
„Rückkehr der Mühlen?“ – Geschichte und Zukunft der Kleinwasserkraft
Seminar/Übung (3CP)
Einmalig im SoSe2014
8:00 – 9:40
S102 / 36
M.Sc. Beatrix Becker; Christian Zumbrägel; Liselotte Schebek; Mikael Hard
Mündlich, Referat, Ausarbeitung, Diskussion
Beatrix Becker, Christian Zumbrägel
22.04.2014
  
Inhalte: Deutschland war im 18. und 19. Jahrhundert ein „Land der Mühlen“: Wasserkraft wurde an den meisten Fließgewässern genutzt, an denen etwas Fallhöhe gewonnen werden konnte. Die große Mehrheit der Kleinwassermühlen fiel im 20. Jahrhundert den Trends zur Strukturrationalisierung und Zentralisierung zum Opfer und tritt heute im besten Fall als Denkmal einer verschwundenen Industriekultur in Erscheinung.
Im neuen Jahrtausend ist unter Aspekten des Klimaschutzes und der Versorgungssicherheit der Ausbau der regenerativen Energien wieder ein vorrangiges politisches Ziel. Unter ökonomischen Vorsätzen werden heute systematische Untersuchungen unternommen, um die Möglichkeiten der Reaktivierung historischer Mühlenstandorte auszuloten. Neue technologische Anlage- und Regulierungskonzepte lassen dabei nicht nur die Turbinentechnik ins Zentrum der Überlegungen rücken; auch das Mühlrad könnte kurz vor seinem Comeback stehen. Aufgrund der hohen kulturellen, sozialen aber vor allem ökologischen Anforderungen (EG-Wasserrahmenrichtlinien, Tourismus, Denkmalschutz, ökologische Vereinbarkeiten) an diese Standorte und deren Umfeld, verharren solche Ansätze bislang noch auf der Ebene von theoretischen Diskussionen und Modellversuchen.
Eine Analyse der vergangenen Konfliktkonstellationen am Fließgewässer könnte wichtige Lösungswege im Spannungsfeld heutiger Interessenkonflikte um die Kleinwasserkraftnutzung aufzeigen.

Im Mittelpunkt steht dabei stets die interdisziplinäre Fragestellung, inwiefern eine Analyse zurückliegender Konfliktkonstellationen am Fließgewässer alternative Handlungsoptionen für die Reaktivierung von Wassermühlen oder für die Bewältigung damit einhergehender divergierender Interessen in heutiger Zeit bereithalten.
Studienmaterial: s.u.
Weitere Informationen, aktuelle Ankündigungen: Weitere Informationen:
Die Veranstaltung ist interdisziplinär angelegt; d.h. es werden Arbeitsmethoden und Inhalte sowohl der Geschichtswissenschaften als auch der Ingenieurswissenschaften vermittelt. Die Lehrveranstaltung richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen und sowohl ingenieurwissenschaftliche als auch historische Aspekte zu integrieren. Von den Teilnehmer/innen wird daher die Bereitschaft zum interdisziplinären Dialog erwartet.

Organisation:
Es werden acht wöchentliche Termine, sowie zwei Exkursionen angeboten. Diese werden mit Textarbeit und Recherchen von den Studierenden vorbereitet und im Präsentations- und Diskussionsmodus (u.a. Podiumsdiskussionen) durchgeführt. Um einen Leistungsnachweis zu erwerben ist für jeden Studierenden folgendes erforderlich:
  • die Vorbereitung der zu jeder Sitzung angegebenen Texte & Quellen
  • aktive Diskussionsteilnahme
  • Teilnahme an den Exkursionen
  • Abhalten eines Referats/die Vorbereitung einer Sitzung; Exkursionsprotokolle o. kurze schriftliche Ausarbeitungen (Essaycharakter)
Darüber hinaus erfolgt innerhalb der Gruppenarbeit für Teilnehmer im Rahmen des iEPs.
  • Erstellung eines Life Cycle Assessments zu einem Standort und eine Schriftliche Ausarbeitung
Die Teilnahme an den Exkursionen (17.06. u. 08.07.) ist Voraussetzung zum Scheinerwerb.


Termine und weitere Informationen finden Sie in TUCAN eingestellt.

Studienmaterial zur Lehrveranstaltung

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